Mittwoch, 6. Januar 2016

(K)eine unendliche Geschichte.

Hey! Ich bin Tanja. 




36, gluckende Zweifachmuttis, emotionales Erziehertier und... 
...ich will abnehmen, denn ich fühle mich unwohl. Ich schäme mich. Möchte mich an schlechten Tagen am liebsten verkriechen. Auch ich habe eine Gewichtsgeschichte.

Der Anfang.
Meine Geschichte fing schon bei der Geburt an. Zarte 2400g wog ich und der Arzt prognostizierte da schon: die wird mal kräftig. Recht sollte er behalten. Schnell wurde ich zu einem properen Baby, einem kräftigen Kleinkind, Teenie... Ich ja will nicht sagen, dass ich schon immer dick war, nein, ich war nur nicht zart, hatte „Babyspeck“. Durch meine  (1,80) passte es irgendwie – es verteilte sich gut. Leider fühlte ich mich nahezu immer zu groß und zu kräftig. Sah mich verzerrt. Ich war mir selbst unangenehm und all die Sprüche im Hintergrund aus Familienkreisen, die, die ich nicht hören sollte, die machten mir zu schaffen: „Das verwächst sich schon….“, "Das ist Babyspeck." Wie ich es hasste, dass die Großeltern mit meinen Eltern darüber redeten. Das bleibt alles im Kopf und macht die Seele schwer. 
Süßigkeiten gab es daheim nicht. Vermutlich ein Grund, weswegen ich so einen Heißhunger, ja, nahezu eine Sucht entwickelt habe. Bewegung hatte ich als Kind auch – wir Kinder waren immer draußen, zigen gemeinsam durch den Wald, kletterten auf Kirschbäume und kamen erst abends wieder nach Hause. Die perfekte Kindheit. Als Jugendliche spielte ich erfolgreich Tennis, machte generell lange Wanderungen mit der Familie und Freunden, fuhr jeden Tag lange Strecken Rad, ritt. Es blieb bei der Figur. Als ich dann 16 wurde, lieber in Rockerkneipen, auf Konzerten oder bei Freunden "abhing", statt mich sportlich zu betätigen, begann auch die Gewichtskurve schneller zu steigen.

Ich war stämmig, aber nicht unbeliebt und wurde auch nicht gehänselt, was mein großes Glück war, denn so konnte ich Selbstbewusstsein aufbauen und äußerlich und innerlich stark sein. Oder eben so tun als ob. Trotzdem nagte es an mir, dass ich z.B. schlechter Hosen fand – meine Beine sind mein größter Schwachpunkt. Man fühlt sich immer falsch in solchen Momenten. Es gab nicht einen Tag, an dem ich mich okay fand oder an dem ich einfach nur schlank war. Ich weiß nicht wie es ist schlank zu sein, kurze Röcke zu tragen. Es gab also noch keinen Tag, an dem ich nicht (frustriert) über meine Figur und mein Erscheinungsbild nachdachte.


Die kurzen Wohlfühlphasen sollen zu einem Dauerzustand werden.

Wenn die Figur zum Problem wird.
Mit 20 etwa, da nahm ich ohne Probleme sehr viel ab. Ich habe kaum gegessen, dafür geraucht und war nur on Tour. Ab dem Zeitpunkt kämpfte ich eigentlich immer mit dem Jojo-Effekt: das Gewicht ging nach ein paar Jahren schlagartig hoch, dann durch Weight Watchers oder FDH wieder runter, nur um nach einiger Zeit Diätpause wieder in die Höhe zu schießen. Der erste schlimme Gewichtshöhepunkt kam nach einer langen Krankheitsphase. Ich bewegte mich wenig, aß ungesund. Ich war den ganzen Tag unterwegs, kaufte mir in der Arbeitspause schnell was beim Bäcker (Schlimmste Sünde!), snackte während der Heimfahrt und hatte abends keine Kraft und Lust mehr ausgewogen zu kochen. Irgendwann hatte ich die Nase voll, ekelte mich vor den ganzen ungesunden Sachen, der Trägheit... vor mir selbst, sodass ich motiviert meinen Lebensstil und vor allem die Ernährung umstellte. Also nahm ich wieder etwas ab, lernte ein halbes Jahr später - wieder voller Energie und Selbstbewusstsein - den Papa meiner Kinder kennen, nahm zwar nach der ersten Schwangerschaft gut ab, futterte mir aber einiges wieder drauf. Es war eine nicht einfache Zeit, in der ich weniger rauskam als ich wollte und mehr aß als ich durfte. In der zweiten Schwangerschaft legte ich im letzten Drittel extrem zu. Insgesamt kamen 25 Kg drauf, wobei etwa 10 kg wieder runter sind. Leider ging die weitere Abnahme nur noch schleppend voran und die Motivation ging wieder verloren. 


Ich fühl mich unwohl in meiner Haut. 2011 nach dem Gewichtshöhepunkt und den ersten Abnehmversuchen.


Die Gründe.
Und ich merke immer wieder: geht es mir nicht gut, esse ich mehr. Ich brauche dann Schokolade oder andere Sünden, wobei mir dann ein kleiner Riegel nicht reicht. Eine Tafel Schokolade im Haus? Den Tag überlebt diese nicht. Und was am schlimmsten ist: mir ist es peinlich, ich esse so etwas selten vor anderen Menschen. Ich stopfe mich heimlich voll. In Gesellschaft habe ich gar nicht das Bedürfnis zu essen. Man merkt also, dass ich viel alleine bin. Gerade jetzt nach dem Umzug in eine ganz andere Gegend. Mir fehlen noch die Kontakte. Und Bewegung. Ich bin absolut nicht fit und müsste viel häufiger z.B. etwas zu Fuß erledigen. Und abends ist der Mann an meiner Seite eben nicht dort, sondern arbeiten. 
Es gibt auch nur eine Person, mit der ich über all das reden konnte und wollte. Ich machte meine Gedanken, Ängste und Abnehmversuche nie zum Thema. Vielleicht war und ist das ein Fehler.

Nun ist jedenfalls Schluss mit dem ungesunden Lebensstil. Meine Geschichte soll jetzt eine Wendung nehmen.

Warum möchte ich abnehmen?
  • Ich möchte mich endlich mal wieder einigermaßen wohlfühlen können und mich nicht verstecken wollen.
  • Ich möchte beweglicher sein und unbeschwerter mit meinen Kindern rennen, toben und springen können, ohne sofort aus der Puste zu sein oder Rückenschmerzen zu bekommen.
  • Bewegung soll sich nicht mehr anstrengend anfühlen.
  • Ich möchte schöne Kleidung tragen können. 
  • Ich möchte wieder selbstbewusster durch das Leben gehen.
  • Ich möchte gesund bleiben!

Wie möchte ich abnehmen?
  • Trinken, trinken, trinken! Ich trinke viel zu wenig, wenn ich nicht bewusst darauf achte. Nicht selten, dass ich nicht einmal ein Glas bis zum Abend getrunken habe. Kaffee zähle ich mal nicht zu den Getränken - den trinke ich zeitweise Kannenweise intravenös. 
  • Bewusster essen – mehr Gemüse, weniger Zucker.
  • Mehr Bewegung.
  • Angelehnt an Weight Watchers. Ohne nur über Punkte etc. nachdenken zu müssen: die gesunden Lebensweise soll in Fleisch und Blut übergehen.
  • Einen „Feiertag“ in der Woche möchte ich einrichten, um auch zu sündigen… oder einfach nicht weiter über das Essen oder Nichtessen nachdenken zu müssen.

Meine Ziele:
  • Erst einmal habe ich kein Gewichtsziel. Zumindest momentan soll das hier kein Thema sein.
  • Ich möchte in Kleidergröße 44 passen. Darin habe ich mich nämlich eigentlich ganz wohlgefühlt. Vor allem will ich nicht mehr die Sachen kaufen, die zufällig passen und möglichst lang und weit sind, ohne wie ein Kasten auszusehen, nein, ich will mir das anziehen können, was mir spontan gefällt. Also ist noch einiges zu tun…
  • Mindestens 3mal in der Woche mit meinen Kindern aktiv sein und zwar draußen.
  • 10000 Schritte am Tag sollten Standard werden.
  • Ich möchte die Zusammenis.stmanwenigerallein Mädels noch im Sommer 2016 treffen und zwar in mindestens einer Kleidergröße kleiner. Oder im Bikini... ;) 

Ich sehe jedenfalls positiv der Zukunft entgegen. Durch die tollen Mitabnehmerinnen fühle ich mich nicht so alleine und habe endlich wieder Lust darauf, mir was gutes zu tun. Abnehmen. Fit werden. Ich hoffe sehr, dass ich dran bleibe und freue mich, dass Ihr mich und uns auf diesen Weg begleitet!



Gerne hätte ich euch auch Bilder aus meiner Kindheit und Jugend gezeigt, doch leider befindet sich die Kiste mit allen Fotos noch in meinem ehemaligen Zuhause. Bleibt also dran, lest fleißig hier mit und in einem der nächsten Berichte werde ich die Fotos von damals zeigen. ;)

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