Dienstag, 5. Januar 2016

Mein Gewichtsverlauf oder einfach die Berg- und Talfahrt meines Lebens - von Biggi

Hallo ich Lieben, ihr konntet nun schon einige Gewichtsgeschichten lesen und uns näher kennenlernen. Heute bin ich dran mich vorzustellen und ich muss ehrlich sagen das war ganz schön hart alles aufzuschreiben und nochmal über alles nachzudenken.

Ich bin Biggi, 23 Jahre alt,  Mama eines kleinen aufgeweckten Wirbelwinds und glücklich verlobt mit den besten Mann der Welt. ♥ 
Ich  war bis zur Grundschule ein normalgewichtiges glückliches und fröhliches Mädchen, doch in der Schule war ich schon immer etwas kräftiger als die anderen Kinder aus meiner Klasse. Ich war nie ein richtig dickes Kind aber immer leicht über der Norm. Ich kann mich noch genau daran erinnern wie viel Probleme meine Mami immer mit mir hatte eine passende Hose oder Jacke zu Finden. 
Wenn ich mich jetzt so in meiner Familie umsehe, ohne eine Entschuldigung für alles zu suchen, dann sehe ich, dass diese Veranlagung zu dick sein irgendwie ein wenig in meiner Familie steckt. -zumindest bei den Mädchen. 



Als ich in die Pubertät kam hat sich an meinem Gewicht nichts geändert. Damals hab ich schon ganz oft irgendwelche Diäten versucht und Sport gemacht. Es kam auch oft was runter -aber so schnell wies runter war kams dann auch wieder doppelt drauf. Das machte mich traurig und hat meinem Selbstbewusstsein schon enorm geschadet. Dazu kamen dann noch andere familiäre und persönliche Probleme, die nicht gerade zu einem Erfolg beigetragen haben. Es begann eine schlimme Zeit in meinem Leben, die auf jede Art und Weise Spuren auf meinem Körper hinterlassen haben. Damals war ich eher verschlossen und nur wenige wussten davon bzw. haben sie mich nicht darauf angesprochen. Meine Borderline- Persönlichkeitsstörung hat eine große Rolle in meinem Leben gespielt. -unbewusst. Damals hatte niemand mit mir darüber gesprochen und wenn ich ein Problem hatte hab ich auch einfach gegessen und gegessen und es auch wieder raus gebrochen. Ich hasste mich und meinen Körper und fiel in ein tiefes Loch. 
Dann fand ich keine Ausbildung und hatte ein Jahr lang nichts wirklich vorzuweisen. Ich hab mich noch mehr hängen lassen. Zu dieser Zeit hatte ich auch mein Höchstgewicht erreicht. Als ich ein Jahr später endlich eine Ausbildung hatte machte es KLICK und ich nahm mal wieder ab. Allerdings war ich noch nicht eins mit meinem Körper und hab ihn noch immer mehr geschadet als er eh schon gelitten hat.



Irgendwann hab ich mir versucht selbst zu helfen und es einigermaßen geschafft. Ich widmete meine volle Aufmerksamkeit der Fotografie und meiner Ausbildung und hab mein Problem somit fürs erste in einer Schublade verstaut. Allerdings hab ich dadurch nicht unbedingt gesünder und weniger gegessen. Dann kamen wieder (für mich) unlösbare Probleme und es fing von vorne an. Erst als ich mitten in der Ausbildung war ,so mit 19 Jahren, kam ich in eine Klinik, wenn auch nicht für lange Zeit. Aber es half. Ich habe es geschafft mich selbst zu akzeptieren und machte regelmäßig Sport, ernährte mich gesund und und nahm dann 25/30 Kg ab (leider weiß ich mein genaues Ausgangsgewicht nicht mehr).
Zu dem Zeitpunkt habe ich mich pudelwohl gefühlt und kam mit dem Papa meines Sohnes zusammen. Wir Hatten ein wundervolles Jahr, indem ich viel Sport machte und es geschafft hab EINS mit der Gesunden Ernährung zu bleiben. Am Ende meiner Ausbildung wurde mein Plan schwanger zu werden viel schneller als gedacht wahr und ich war megaglücklich. Ich schaffte meine Prüfung ohne Probleme  und zog zu meinem Traumann in seine Stadt. 2 Stunden von meinem Elternhaus entfernt genoss ich eine Traumschwangerschaft und war so richtig angekommen in der neuen Stadt.

Der kleine Zwerg war dann auf der Welt und ich hatte ein schwieriges Erstes Jahr mit ihm. Tragen , Kuscheln,  Langzeitstillen und zahlreiche durchgemachte Nächte waren jetzt mein Leben. Es war nicht einfach -aber ich habe es voller Liebe gemacht. Dazu kam ein Bandscheibenvorfall, bei dem ich kaum mehr aufstehen konnte und den ganzen Tag lang Schmerzen hatte und mich kaum getraut hab. Zum Leid meines Gewichts. Ich hatte nie wirklich  Zeit für mich und  die Regelmäßigkeit, die ich zum Gewicht halten brauchte ,hab ich nie rein bekommen. Dafür fehlte mir einfach die Motivation und statt etwas zu kochen gabs fertiges oder nicht unbedingt das gesündeste. Nach 18 Monaten Stillzeit hatte ich wieder -welch ein Wunder- ZEIT FÜR MICH. Also hab ich einfach so in den Tag reingelebt und gegessen wie ich wollte. Bis ich merkte -Hey. deine liebste Lederjacke passt nicht mehr. Nun waren wieder 20 kg drauf. Und ich fühlte mich so unwohl wie schon lange nicht mehr 
Dann habe ich den ersten Versuch mit den Mädels gestartet und einiges abgenommen, was leider wieder drauf ging weil ich einfach keinen weiteren Ansporn hatte und auch oft meine Augen verschlossen hab und mich wohl auf den kurzen Erfolg ausgeruht ab. Ich ärgerte mich nun sehr ,weil ichs nicht wahrhaben wollte wieder da angekommen zu sein, wo ich nicht mehr sein wollte. 
Aber nun bin ich voller Motivation!

Ich denke man kann an den Fotos schon sehen welche Veränderung mein Körper durchmachen musste. Die beiden Letzten Bilder in der Collage habe ich vor ein Paar Tagen zum Vergleich gemacht.


Warum möchte ich abnehmen?

Weil ich mich wieder selbst wohlfühlen möchte, wie ich es damals getan hab, obwohl ich noch lange nicht mein Ziel erreicht hatte. Aber der Weg ist das Ziel und das weiß ich ganz genau. Desweiteren möchte ich gerne mit meinem Sohn uneingeschränkt spielen können und wenn ich irgendwann noch mal Schwanger werden sollte nicht noch mehr Pfunde als vorher mit mir rumschleppen müssen.

Wie möchte ich abnehmen?

Da ich ja schon ganz oft abgenommen hab weiß ich mittlerweile wie es bei mir am besten klappt. Ich brauche einen genauen Tages- / Essenplan und möchte mich viel mehr bewegen und angelehnt an den Übungen meiner Physiotherapie weiterhin auf meinen Rücken achten. Beim Frühstück möchte ich auf meine geliebten Brötchen verzichten aber dennoch nicht mit dem "ICH DARF ABER NICHT" übertreiben. Ich hab gute Erfahrungen damit gemacht von meinem Lieblingsmenü trotzdem zu essen und halt am nächsten Tag wieder Vollgas zu geben. Tägliches Obst und Gemüse wird es hier geben und in der Woche wird hier nur 1x Fleisch gegessen dazu es gibt einen Tag an dem es Suppe gibt.


Mein Ziel:

Ich habe zwar schon ein genaues Ziel vor Augen aber das wichtigste für mich ist Erstmal wieder in meine geliebte Lederjacke zu Passen mein "Ich liebe mich -Gefühl" zurückzuerlangen und danach weiter dran zu bleiben und noch mehr zu schaffen.
Desweiteren möchte ich gezielt vor allem an Armen, Bauch, Beinen und dem Po abnehmen und hoffentlich im Sommer ein Kleid tragen zu können-ohne dass es völlig doof aussieht.


Das war jetzt ganz schön viel aber nun wisst ihr aber so ziemlich alles, was es zu Wissen gibt. ;D
Ich freu mich noch immer mit Euch & den Mädels diesen Weg gemeinsam gehen zu dürfen und bin gespannt wo wir nächstes Jahr zu dieser Zeit stehen.



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